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"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

Gegen die Blockade

Verbot der Nutzung und Veröffentlichung von Arbeiten kubanischer Wissenschaftler in wissenschaftlichen Publikationen der USA

aus: Granma, 10.3.04

Am 9.3.04 gab die Akademie der Wissenschaften Kubas eine neue aggressive Handlung seitens der US-Administration gegen Kuba der Weltöffentlichkeit bekannt.

Das Kontrollbüro von Aktivvermögen des US-Finanzministeriums sprach vor kurzem das Verbot zur Durchsicht, Druck oder Modifizierung in US-Publikationen und -Fachzeitschriften von Arbeiten aus, die von Autoren aus Ländern stammen, welche dem „kommerziellen Embargo“ unterliegen. Diese Verbot gilt also auch für Arbeiten aus Kuba. Das Verbot wird nach den US-Gesetzen mit harten Ordnungsstrafen, einschließlich mit Freiheitsstrafen, geahndet.

Der Präsident der Akademie der Wissenschaften Kubas, Dr. Ismael Clark, verwies darauf, dass seit Bekanntgabe dieses Verbots schon Artikel von kubanischen Wissenschaftlern zurückgewiesen wurden, die für US-amerikanische Fachzeitschriften bestimmt waren. Nach Dr. Clark ist dieses Vorgehen ein weiteres Zeichen der Verschärfung der antikubanischen Politik der Regierung W. Bush, die bestrebt ist, gerade jetzt im Wahlkampfjahr den kubanisch-nordamerikanischen ultrarechten Kräfte des Südens von Florida Zugeständnisse zu machen.

Dr. Clark gibt eine Erklärung der kubanischen Wissenschaftler bekannt, in der es u.a. heißt:

Die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen ist der erste Schritt, um in der Gesellschaft
Erkenntnisse bekannt zu machen. Sie ist eine wichtige Maßnahme für die gesunde Entwicklung der Wissenschaft. Nur durch den freien Fluss von Ideen und Erkenntnissen zwischen Wissenschaftlern und Akademikern der gesamten Welt kann die Wissenschaft zum Wohle der Menschheit wachsen und vorankommen. Im Gegensatz zu diesem Prinzip dient das jüngste Verbot dazu, nordamerikanischen Wissenschaftlern sowie Wissenschaftlern der gesamten Welt wissenschaftliche Erkenntnisse aus Kuba vorzuenthalten. Das Nutzungsverbot der US-Regierung für wissenschaftliche Arbeiten aus Kuba verletzt nicht nur die Grundrechte der Wissenschaftler in der Welt, sondern ist gleichzeitig eine Verletzung der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Diese absurden Maßnahmen, die mit den Bücherverbrennungen von faschistischen Diktaturen zu vergleichen ist, zeigt die Verschärfung der nordamerikanischen Blockade und widerspiegelt die Zügellosigkeit der gegenwärtigen US-Regierung, die in ihrer totalen Missachtung der heiligsten Prinzipien des Internationalen Rechts sogar irrationale Grenzen überschreitet. Die kubanischen Wissenschaftler verurteilen dieses Verbot, das nicht nur gegen Kuba, sondern gegen die gesamte Menschheit gerichtet ist. Sie rufen ihre Kollegen in den Vereinigten Staaten und die Wissenschaftler der Welt dazu auf, sich mit ihrer Erklärung zu solidarisieren und diese neue und absurde Aggression zu verurteilen und abzulehnen.


 
 
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