24. Januar 2010 (Juventud Rebelde)
Cuba und Norwegen unterschreiben Vereinbarung, um Haiti zu helfen
Die Botschaft des Königreichs Norwegen in Cuba und das cubanische Ministerium für Außenhandel und Auslandsinvestition (MINCEX) haben am Abend des 22. Januar einen Vertrag unterzeichnet, in dem das europäische Land 5 Millionen norwegische Kronen (ca. 885.000 Dollar) als Soforthilfe für Haiti zur Verfügung stellt. Damit soll die wichtige Arbeit unterstützt werden, die cubanische Ärzte in diesem Land leisten.
Der Fonds ist bestimmt für den Erwerb von Medikamenten und medizinischem Material und für deren Verschickung an die Medizinische Brigade Cubas in Haiti, die aus mehr als 400 Ärzten und anderem Fachpersonal aus dem Gesundheitsbereich besteht. Zusammen mit den 247 jungen Haitianern, die mit den Cubanern zusammenarbeiten, besteht die Brigade aus 663 Mitarbeitern.
Obwohl die Medien in Europa und in den USA die schon über ein Jahrzehnt andauernde effektive Hilfe Cubas in Haiti gern verschweigen und kaum jemand von den jungen Haitianern spricht, die gratis in Cuba zu Ärzten ausgebildet wurden und jetzt mit den Cubanern zusammen das Leid ihrer Landsleute zu lindern helfen, ist doch ein Land Europas über seinen Schatten gesprungen.
Aus der Erkenntnis heraus, dass in einer gewachsenen medizinischen Infrastruktur, eingebettet in die haitianische Gesellschaft zusammen mit jungen haitianischen Ärzten den Menschen in dieser Katastrophe am besten geholfen werden kann, lässt Norwegen seine Hilfe über die cubanische Ärztebrigade direkt und nachhaltig den Haitianern zukommen.
Vielleicht gelingt es staatlichen Stellen auch bei uns, das Wohl der Menschen in Haiti in den Vordergrund zu stellen und dem Beispiel Norwegens zu folgen.
Cuba erfüllt in Haiti eine rein humanitäre Aufgabe. Ihm geht es nicht um Publicity, denn es arbeitet schon 12 Jahre im ärmsten Land Amerikas, ohne dass irgendjemand hier in Europa Notiz davon genommen hätte.
Helfen wir Cuba helfen.
Unter diesem Motto steht auch der Spendenaufruf der Cuba- Solidaritätsorganisationen.
Übersetzung R. Fausten |